140 Jahre FF St. Stefan ob Leoben

Anlässlich des 140-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr St. Stefan ob Leoben wurde der Bevölkerung am vergangenen Samstag, dem 3. Mai, ein abwechslungsreiches und interessantes Festprogramm für Jung und Alt geboten.

Foto: BFV Leoben Bernd Strohhäussl

Foto: BFV Leoben Bernd Strohhäussl

Nach der traditionellen Florianimesse in der Pfarrkirche St. Stefan, mit der der Schutzpatron der Florianijünger, der heilige Florian, gewürdigt wird, zogen die Kameraden weiter zum Rüsthaus der FF St. Stefan um das 140-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr St. Stefan ob Leoben in einem angemessenen Rahmen zu zelebrieren.

Unter der Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter Bürgermeister Ronald Schlager, Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Manfred Harrer und Abschnittsfeuerwehrkommandant des Abschnitts St. Michael ABI Herbert Edlinger und mehrerer Vertreter der Gemeinde St. Stefan konnten auch zahlreiche Abordnungen benachbarter Feuerwehren und befreundeten Einsatzorganisationen von den beiden Hausherren Kommandant HBI Eberhard Hochstaffl und seinem Stellvertreter OBI Heinz Wölfler begrüßt werden.

In wochenlanger Vorbereitung wurde ein Unterhaltungsprogramm mit verschiedenen Aktivitäten und musikalischer Umrahmung durch den Musikverein St. Stefan ob Leoben und der Musikgruppe FNS von den Kameraden der FF St. Stefan ob Leoben auf die Beine gestellt, das zahlreiche Besucher in das örtliche Rüsthaus führte.

Die Kameraden beim „Retro-Löschangriff“

Die Kameraden beim „Retro-Löschangriff“ (Foto: BFV Leoben Bernd Strohhäussl)

Auch den jüngeren Gästen wurde versucht ein interessantes Programm zu bieten. Neben einer Drehleiter-Hüpfburg und der Möglichkeit sich Schminken zu lassen, wurden auch verschiedene Quizspiele durchgeführt, bei denen beispielsweise die verschiedenen Notrufnummern der Einsatzorganisationen abgefragt wurden. Als Belohnung konnten die Kinder kleine Preise gewinnen.

Allgemein bemühte man sich, die anwesenden Gäste in die Aktivitäten soweit als möglich aktiv einzubinden, um einen möglichst realitätsnahen Einblick in das Leben einer Feuerwehrfrau bzw. eines Feuerwehrmannes zu bekommen. Bei einer Fahrzeug- und Geräteschau wurde das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall demonstriert. Neben informativen Erklärungen der einzelnen Arbeitsschritte wurde den Anwesenden auch die Möglichkeit geboten, die notwendigen Gerätschaften selbst in die Hand zu nehmen und diese unter Anleitung und Aufsicht selbst auszuprobieren. Anderenorts wurde gleichzeitig eine Führung in einem mit ungiftigem Disconebel verrauchten Raum durchgeführt, um den Teilnehmern den Eindruck zu verschaffen, wie sich ein Einsatz aus der Sicht eines Atemschutzgeräteträgers gestaltet. Bei einer Abseilübung wurden den Zuschauern verschiedene Techniken und Hilfsmittel nähergebracht, mit denen sich die Kameraden im Einsatzfall selbst, bzw. verletzte Personen von Höhen abseilen können.

Zusätzlich wurde den Gästen die Möglichkeit geboten, die Festivitäten aus der Vogelperspektive zu betrachten. Hierzu wurden von der Firma „Flymed“, die sonst, während der Wintersaison, ihren Dienst als Notarzt-Helikopter am Nassfeld in Kärnten verrichtet, Rundflüge mit einem Helikopter über St. Stefan und die angrenzenden Gemeinden durchgeführt.

Parallel zu den Festivitäten wurden Branddienstleistungsprüfungen in den Stufen Bronze, Silber und Gold durchgeführt, deren Herausforderung sich insgesamt fünf Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren, Gai, Leoben-Stadt und Leoben-Göss stellten.

Ein Highlight für viele Anwesende stellte allerdings der durchgeführte „Retro-Löschangriff“ dar. Hierzu wurde mit einer zuvor in mühevoller Kleinarbeit restaurierten und somit voll funktionsfähigen Handdruckspritze, die im Jahr 1905 in der Feuerwehr St. Stefan in den Dienst gestellt wurde, ein Löschangriff, wie es damals üblich war, durchgeführt. Wiederum wurde die anwesenden Bevölkerung St. Stefans aktiv mit eingebunden, da zur Wasserversorgung der Pumpe eine Menschenkette notwendig war, die mit Eimern das Gerät von der nächstgelegenen Wasserstelle aus mit Wasser versorgten. Außerdem wurde jedem die Möglichkeit geboten, das Bedienen der Handdruckspritze selbst auszuprobieren.

Da die Veranstaltung durch die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und der Bevölkerung der Gemeinde St. Stefans einen würdigen Rahmen darstellte, nutzen die Kommandanten HBI Eberhard Hochstaffl und Kommandant der benachbarten Feuerwehr Kaisersberg, HBI Johann Achamer, die Gelegenheit um Kameraden für ihre Verdienste zu befördern bzw. zu ehren.

Beförderungen:

  • OLM d.F. Heimo Graf zum HLM d.F.
  • LM d.V. Regina Leitner zum OLM d.V.
  • FM Dominik Saiger OFM
  • OLM Joachim Lechner zum HLM

 

Auszeichnungen:

Verdienstzeichen des Bereichsfeuerwehrverbands Leoben 3. Stufe:

  • HBM Fritz Angerer
  • HLM Siegfried Tschinkl
  • HLM d.F.Heimo Graf
  • OLM d.S. Michael Pichler
  • OLM d.V. Regina Leitner
  • LM d.F. Clemens Maurer
  • OBI Heinz Wölfler
  • HBM Helmut Huber
  • LM Christof Kieslinger

Verdienstzeichen des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbands 3. Stufe:

  • HBI Johann Achamer

Medaille für 25-jährige Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungsdienst:

  • HFM Michael Antoniol
  • HFM Heiko Schindelbacher
  • HFM Andreas Leitold
  • HFM Karl Fresner

Medaille für 40-jährige Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungsdienst:

  • HLM d.V. Karl Schindelbacher
  • HBM Ludwig Antoniol
  • HFM Hubert Schlager

Medaille für 50-jährige Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungsdienst:

  • HLM Josef Steiner

Medaille für 60-jährige Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungsdienst:

  • HFM Matthäus Schober

 

Scheckübergabe - vlnr. Bürgermeister Schlager, Kommandant HBI Hochstaffl, der Vater des kleinen Tobias mit Tobias, Kommandant-Stv. OBI Wölfler

Scheckübergabe – vlnr. Bürgermeister Schlager, Kommandant HBI Hochstaffl, der Vater des kleinen Tobias mit Tobias, Kommandant-Stv. OBI Wölfler (Foto: BFV Leoben/Bernd Strohäussl)

Um die Freude über so ein Jubiläum auch ein wenig mit anderen Menschen zu teilen, wurde vom Ausschuss der Feuerwehr St. Stefan beschlossen, den Eltern des kleinen, beeinträchtigten Tobias mit einer Geldspende für die notwendigen und kostspieligen Therapien unter die Arme zu greifen. Gemeinsam mit der Raiffeisenbank St. Stefan und deren Mitarbeiter konnten die Florianijünger einen Geldbetrag von 2.750 Euro zur Verfügung stellen und den Eltern im Zuge der Feierlichkeiten übergeben.

Short URL: http://alt.leobennews.at/?p=15200

Posted by on Mai 7 2014. Filed under Allgemein, Sonstiges, Veranstaltungen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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