Fahrzeugsegnung in Wald am Schoberpass

Vergangenen Samstag, dem 03.05.2014, wurden in Wald am Schoberpass gleich zwei Feuerwehrfahrzeuge in Dienst gestellt und den Kameraden feierlich übergeben.

Foto: BFV Leoben / Strohhäussl

Foto: BFV Leoben / Strohhäussl

Zahlreiche Ehrengäste folgten der Einladung des Kommandanten BR Ing. Johann Diethart in das Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Wald am Schoberpass um die Segnung der beiden neuen Fahrzeuge zu zelebrieren. Neben Abgeordneter zum steirischen Landtag Helga Ahrer, Bürgermeister Hans Schrabacher, Landesbranddirektor-Stv. Gerhard Pötsch, Bereichsfeuerwehrkommandant Stellvertreter des Bereichs Liezen Heinz Hartl und Feuerwehrkurat Pater Mag. Clemens Grill konnten auch zahlreiche Abordnungen der benachbarten Feuerwehr des Bereichs Leoben und des angrenzenden Bereichs Liezen begrüßt werden.

Nach der Abhaltung einer Florianimesse von Feuerwehrkurat Pater Mag. Clemens Grill wurden die Fahrzeuge gesegnet und um Beistand von Oben für die zukünftigen Einsätze gebeten. Im Anschluss wurden die beiden Schlüssel von Bürgermeister Schrabacher und Landesbranddirektor-Stv. Gerhard Pötsch symbolisch an die Mannschaft übergeben.

Das auf einem Iveco Daily basierenden KRFS-Tunnel (Kleinrüstfahrzeug Straße mit Tunnelausrüstung) ist speziell für die besonderen Anforderungen von Einsätzen in Straßen- bzw. Eisenbahntunnel ausgerüstet. Hierzu bedarf es einiger Technik, wie etwa Sauerstoffkreislaufgeräte, die in den Sitzen integriert sind und es der Besatzung ermöglichen, bis zu vier Stunden lang unabhängig von der vorherrschenden Atemluft, ihre Einsätze zu verrichten. Zusätzlich kann in der Fahrerkabine ein geringer Überdruck erzeugt werden, der das eventuelle Eindringen von Rauch in die Kabine und eine damit verbundene Sichtbehinderung im Fahrzeug verhindern soll. Da die Sichtbedingungen außerhalb des Fahrzeugs und somit im Tunnel selbst stark eingeschränkt sind, kann an der Fahrzeugfront eine Wärmebildkamera montiert werden, deren Bild direkt auf ein Display im Fahrzeug übertragen werden kann. Das Auffinden von Personen oder kleineren Brandherden wird hierdurch nicht nur stark vereinfacht, sondern in verrauchten Tunnels überhaupt erst ermöglicht. Ergänzt wird diese Technik durch um das Auto umliegend angebrachten Ultraschallsensoren, die es dem Fahrer ermöglichen, die Abstände zu eventuellen Hindernissen rund um das Fahrzeug festzustellen. Neben dem akkubetriebenen, hydraulischen Rettungsgerät und der Grundausrüstung für technische Einsätze, wie etwa ein 8 kVA Aggregat komplettiert eine 200l fassende Schnelllöscheinrichtung die Ausstattung des Fahrzeugs. Das ca. € 240.000,– teure Fahrzeug, dass das bisherige genutzte Fahrzeug, das 1990 in Dienst gestellt wurde, ersetzt, wurde zur Gänze vom Landesfeuerwehrverband Steiermark finanziert und der Freiwilligen Feuerwehr Wald am Schoberpass als Stützpunktfeuerwehr zur Verfügung gestellt.

Bürgermeister Schrabacher bei der symbolischen Schlüsselübergabe

Bürgermeister Schrabacher bei der symbolischen Schlüsselübergabe (Foto: BFV Leoben / Strohhäussl)

Das zweite in Dienst gestellte Fahrzeug, ein MTF-A (Mannschaftstransportfahrzeug-Allrad) ausgeführt als VW T5, wurde, abzüglich der Förderungen, aus eigenen Mitteln und Mitteln der Gemeinde finanziert. Um die hierdurch entstehenden Kosten möglichst gering zu halten, wurden ein Serienfahrzeug angeschafft und die notwenigen Umbauarbeiten in mehr als 240 Arbeitsstunden von den Kameraden selbstständig durchgeführt. Hierdurch konnten die Kosten nicht nur von ca. 72.000€ auf knapp 50.000€, also um ca. 30%, reduziert werden, sondern es entstand auch ein Fahrzeug, das nicht nur die notwendigen Mindestausrüstung aufweist, sondern auch speziell an die Bedürfnisse der FF Wald am Schoberpass angepasst ist. So kann das Fahrzeug beispielsweise auch ideal als Einsatzleitfahrzeug-Ersatz genutzt werden und verfügt über alle notwendigen Führungsmittel.

Da die Veranstaltung durch die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und der Bevölkerung der Gemeinde Wald am Schoberpass einen würdigen Rahmen darstellte, nutze Kommandant BR Ing. Johann Diethart die Gelegenheit um Kameraden für ihre Verdienste um die Feuerwehr zu ehren.

Katastrophenhilfsmedaille in Bronze:

  • OLM Ingo Landl
  • OBI a.D. Günter Haberl
  • LM Johann Berger
  • HLM Robert Schneider
  • LM d.V. Christopher Rainer
  • LM d.F. Armin Haberl

Verdienstzeichen des Bereichsfeuerwehrverbands Leoben 3. Stufe

  • LM Johann Berger
  • LM Franz Leitsberger
  • HFM Marc Pösendorfer

Verdienstzeichen des Landesfeuerwehrverbands Steiermark 3. Stufe

  • OLM Andreas Haberl jun.
  • OBI Markus Reitbauer

 

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Posted by on Mai 5 2014. Filed under Allgemein, Sonstiges, Veranstaltungen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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