Inflation steigt im November 2014 auf +1,7%

Die Inflationsrate für November 2014 betrug nach Berechnungen von Statistik Austria +1,7% (Oktober +1,6%). Ausschlaggebend für diesen leichten Anstieg waren Ausgaben für „Freizeit und Kultur“, die sich im Jahresabstand stärker als im Oktober verteuerten. Als Hauptpreistreiber erwies sich weiterhin die Ausgabengruppe „Wohnung, Wasser, Energie“.

Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2010 (VPI 2010) für den Monat November 2014 lag bei 110,3. Gegenüber dem Vormonat (Oktober 2014) stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,2%.

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Ohne Ausgaben für Wohnen sowie für Restaurants und Hotels hätte die Inflation 1,1% betragen

Im Jahresabstand übte die Ausgabengruppe „Wohnung, Wasser, Energie“ (durchschnittlich +1,6%) den stärksten Einfluss (+0,28 Prozentpunkte) auf die Inflation aus. Hauptverantwortlich dafür waren vor allem höhere Wohnungsmieten (insgesamt +5,0%). Die Instandhaltung von Wohnungen kostete durchschnittlich um 1,6% mehr. Haushaltsenergie verbilligte sich hingegen insgesamt um 1,1% (Heizöl -9,7%, Strom -0,9%, Gas +0,6%, feste Brennstoffe +3,3%, Fernwärme +5,9%).

In der Ausgabengruppe „Restaurants und Hotels“ (durchschnittlich +3,2%; Einfluss: +0,27 Prozentpunkte) kosteten Bewirtungsdienstleistungen im Jahresabstand um 3,0% mehr. Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich insgesamt um 4,8%.

Zu den durchschnittlichen Preisanstiegen von 2,1% in der Ausgabengruppe „Freizeit und Kultur“ (Einfluss: +0,24 Prozentpunkte) trugen vor allem Pauschalreisen bei, die sich im Zwölfmonatsabstand um 5,3% verteuerten. Im Oktober hatten sie nur um 2,3% mehr gekostet. Außerdem verbilligten sich elektronische Geräte (Audiovisions-, Fotografie-, EDV-Geräte) im November nur um 0,2%, im Oktober waren es noch -2,4% gewesen.

Für die Teuerungen in der Ausgabengruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (durchschnittlich +1,5%; Einfluss: +0,18 Prozentpunkte) waren höhere Preise für Nahrungsmittel ausschlaggebend (durchschnittlich +1,5%; Milch, Käse und Eier insgesamt +3,3%, Brot und Getreideerzeugnisse +2,2%, Fisch 5,7%, Gemüse +1,7%, Fleisch +0,1%, Obst -0,2%). Alkoholfreie Getränke verteuerten sich durchschnittlich um 1,0% (Bohnenkaffee +3,4%).

Die Preise in der Ausgabengruppe „Verkehr“ erhöhten sich durchschnittlich um 0,4% (Einfluss: +0,06 Prozentpunkte). Die seit März geltende Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer (+12,9%) wirkte nach wie vor preistreibend. Instandhaltung und Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 3,1%. Treibstoffe verbilligten sich hingegen im Jahresvergleich mit -4,1% etwas stärker als im Oktober (-3,1%) und erwiesen sich damit als Hauptpreisdämpfer im Jahresabstand (Einfluss: -0,17 Prozentpunkte).

Weitere Preisdämpfer waren Heizöl (-9,7%; Einfluss: -0,08 Prozentpunkte) sowie die Ausgabengruppe „Bekleidung und Schuhe“ (durchschnittlich -1,2%; Einfluss: -0,07Prozentpunkte). Bekleidungsartikel kosteten um 1,4% weniger, Schuhe um 0,9%.

Monatsvergleich: +0,2% gegenüber Oktober 2014

Als Hauptpreistreiber im Monatsabstand erwies sich die Ausgabengruppe „Freizeit und Kultur“ (durchschnittlich +1,7%; Einfluss: +0,20 Prozentpunkte). Saisonbedingte Verteuerungen bei Pauschalreisen (insgesamt +5,4%) waren dafür ausschlaggebend.

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand war die Ausgabengruppe „Verkehr“ (durchschnittlich -1,0%; Einfluss: -0,14 Prozentpunkte), wobei die Treibstoffpreise gegenüber Oktober um 2,5% fielen.

Teuerung laut harmonisiertem Verbraucherpreisindex im November 2014: +1,5%

Der Indexstand des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2005) lag im November 2014 bei 121,31 (Oktober 121,14 revidiert). Die harmonisierte Inflationsrate betrug +1,5% (Oktober +1,4%). Der Unterschied zum VPI von -0,2 Prozentpunkten resultiert aus Gewichtungsunterschieden zwischen VPI und HVPI (siehe methodische Informationen). Preisanstiege bei der motorbezogenen Versicherungssteuer (keine Gewichtungsanteile im HVPI), bei Versicherungsdienstleistungen, bei der Instandhaltung von Wohnungen sowie bei Pauschalreisen (jeweils geringere Gewichtungsanteile im HVPI als im VPI) verminderten den HVPI gegenüber dem VPI. Billigere Treibstoffe (jeweils höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) dämpften ebenfalls den HVPI gegenüber dem VPI. Teilweise kompensierend wirkten deutliche Preisanstiege in der Ausgabengruppe „Restaurants und Hotels“ (höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI).

Teuerung für Pensionistenhaushalte im November 2014 bei +1,7%

Die durchschnittliche Teuerungsrate des Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH 2010) betrug im November 2014 +1,7% (Oktober +1,7%). Damit erwies sie sich im November also genauso hoch wie die des nationalen VPI. Der Indexstand des PIPH lag bei 110,9. Gewichtungsunterschiede zwischen VPI und PIPH ergaben im Einzelnen unterschiedliche Veränderungsraten, die sich jedoch insgesamt wieder ausglichen.

Inflation für täglichen und wöchentlichen Einkauf niedriger als jene des VPI

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbes, der überwiegend Nahrungsmittel enthält und den täglichen Einkauf repräsentiert, stieg im Jahresabstand um 1,3% (Oktober: 1,4%). Das Preisniveau des Miniwarenkorbes, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, erhöhte sich im Zwölfmonatsvergleich um 0,6% (Oktober: 0,9%).

 

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Posted by on Dez 17 2014. Filed under Allgemein, Sonstiges, Wirtschaft. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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