Leichter Rückgang der Inflation auf 1,7% im August 2014

Die Inflationsrate für August 2014 betrug nach Berechnungen von Statistik Austria +1,7% (Juli +1,8%). Zu diesem leichten Rückgang der Teuerung trugen vor allem Bekleidungsartikel bei, deren Preise im Jahresabstand merklich zurückgingen. Außerdem verbilligten sich Treibstoffe stärker als noch im Juli. Als Hauptpreistreiber erwies sich weiterhin die Ausgabengruppe „Wohnung, Wasser, Energie“.

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Der Indexstand des Verbraucherpreisindex 2010 (VPI 2010) für den Monat August 2014 lag bei 109,5. Gegenüber dem Vormonat (Juli 2014) blieb das durchschnittliche Preisniveau unverändert.

Ohne Ausgaben für Wohnen hätte die Inflation 1,4% betragen

Den kräftigsten Einfluss (+0,31 Prozentpunkte) auf die Inflationsrate hatten im Jahresvergleich die Teuerungen in der Ausgabengruppe „Wohnung, Wasser, Energie“ (durchschnittlich +1,6%). Hauptverantwortlich dafür waren in erster Linie höhere Wohnungsmieten (insgesamt +4,3%). Die Instandhaltung von Wohnungen verteuerte sich durchschnittlich um 1,9%. Haushaltsenergie verbilligte sich hingegen durchschnittlich um 0,1% (Heizöl -3,9%, Gas -0,5%, Fernwärme +1,5%, Strom +0,2%, feste Brennstoffe+3,8%).

Für den durchschnittlichen Preisanstieg von 3,0% in der Ausgabengruppe „Restaurants und Hotels“ (Einfluss: +0,26 Prozentpunkte) waren vor allem teurere Bewirtungsdienstleistungen ausschlaggebend (insgesamt +2,9%). Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 3,0% mehr.

In der Ausgabengruppe „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ (durchschnittlich +1,9%; Einfluss: +0,24 Prozentpunkte) verteuerten sich Nahrungsmittel insgesamt um 1,9% (Milch, Käse und Eier insgesamt +4,8%, Brot und Getreideerzeugnisse +2,2%, Fleisch +1,3%, Gemüse +0,5%, jedoch Obst -1,7%). Die Preise für alkoholfreie Getränke stiegen durchschnittlich um 2,2%.

Die Ausgabengruppe „Verkehr“ wies durchschnittliche Teuerungen von 0,6% auf (Einfluss: +0,09 Prozentpunkte). Die im März erfolgte Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer wirkte im Jahresabstand (+12,9%) weiterhin als Preistreiber. Instandhaltungen und Reparaturen privater Verkehrsmittel kosteten um 3,1% mehr. Die Treibstoffpreise lagen um 4,2% unter dem Niveau von August 2013; im Juli hatte die Differenz im Jahresabstand nur -2,8% betragen. Flugtickets verbilligten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3%.

Hauptpreisdämpfer im Jahresabstand war die Ausgabengruppe „Bekleidung und Schuhe“ (durchschnittlich -1,3%; Einfluss: -0,06 Prozentpunkte). Bekleidungsartikel kosteten um 1,9% weniger als vor einem Jahr, im Juli hatten sie sich noch um 0,6% verteuert.

Monatsvergleich: unverändert gegenüber Juli 2014

Hauptpreisdämpfer im Monatsabstand war die Ausgabengruppe „Freizeit und Kultur“ (durchschnittlich -0,6%; Einfluss: -0,07 Prozentpunkte). Ausschlaggebend dafür waren niedrigere Kosten für Pauschalreisen (-1,6%) sowie für Spiel- und Hobbywaren (-6,5%).

Als Hauptpreistreiber im Monatsabstand erwies sich die Ausgabengruppe „Bekleidung und Schuhe“ (durchschnittlich +1,0%; Einfluss: +0,05 Prozentpunkte), in der neben zahlreichen Schlussverkaufswaren auch bereits einige Artikel der neuen Herbstkollektionen zu finden waren. Die Preise für Bekleidungsartikel stiegen deshalb insgesamt um 1,6% gegenüber Juli.

Teuerung laut harmonisiertem Verbraucherpreisindex im August 2014: +1,5%

Der Indexstand des auf europäischer Ebene harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI 2005) lag im August 2014 bei 120,05 (Juli 120,02 revidiert). Die harmonisierte Inflationsrate betrug +1,5% (Juli +1,7%). Die Differenz zum VPI von -0,2 Prozentpunkten beruht auf Gewichtungsunterschieden zwischen VPI und HVPI (siehe methodische Informationen). Teuerungen bei der motorbezogenen Versicherungssteuer (keine Gewichtungsanteile im HVPI), bei der Instandhaltung von Wohnungen sowie bei Versicherungsdienstleistungen (jeweils geringere Gewichtungsanteile im HVPI als im VPI) dämpften den HVPI deutlich gegenüber dem VPI. Verbilligungen bei Bekleidungsartikeln sowie Treibstoffen (jeweils höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) verminderten zusätzlich den HVPI gegenüber dem VPI. Preisanstiege in der Ausgabengruppe „Restaurants und Hotels“ (höhere Gewichtsanteile im HVPI als im VPI) erhöhten hingegen den HVPI deutlich gegenüber dem VPI.

Teuerung für Pensionistenhaushalte im August 2014 bei +1,8%

Die durchschnittliche Teuerungsrate des Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH 2010) betrug im August 2014 +1,8% (Juli +1,9% revidiert). Der Indexstand des PIPH lag bei 110,2 (Juli 110,2 revidiert). Die Differenz zum VPI von +0,1 Prozentpunkten wurde überwiegend von Preisanstiegen in der Ausgabengruppe „Gesundheitspflege“ (höhere Gewichtsanteile im PIPH) verursacht. Außerdem verminderten billigere Treibstoffe (geringere Gewichtsanteile im PIPH) den PIPH weniger stark als den VPI. Im Gegensatz dazu dämpften deutliche Teuerungen in der Ausgabengruppe „Restaurants und Hotels“ (geringere Gewichtsanteile im PIPH) den PIPH gegenüber dem VPI.

Inflation für täglichen Einkauf höher, für wöchentlichen Einkauf niedriger als jene des VPI

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbes, der den täglichen Einkauf (vor allem Nahrungsmittel) widerspiegelt, stieg im Jahresabstand um 2,4% (Juli: 3,3%). Die Teuerungsrate des Mikrowarenkorbes war höher als jene aller Nahrungsmittel (+1,9%), da er neben einer limitierten Auswahl von Nahrungsmitteln auch einige Nicht-Nahrungsmittel (z. B. Tageszeitung +4,8%, belegtes Gebäck im Außerhauskonsum +2,8%, Melange im Kaffeehaus +2,1%) enthält. Das Preisniveau des Miniwarenkorbes, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, erhöhte sich im Zwölfmonatsvergleich um 0,9% (Juli: 1,2%).

 

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Posted by on Sep 17 2014. Filed under Sonstiges, Wirtschaft. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0. You can leave a response or trackback to this entry

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